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Unterstützung des Konzeptes „Positive Health“ (Positive Gesundheit) von Machteld Huber aus den Niederlanden im deutschsprachigen Raum

Der Mensch ist mehr als seine Krankheit oder sein Gesundheitszustand. Dennoch konzentrieren wir uns in der Regel nur darauf. Die ganze Aufmerksamkeit gilt den Symptomen und Gesundheitsproblemen und wie man sie lösen kann.

Positive Gesundheit bietet eine breitere Perspektive. Das Konzept ist Vision und Methode zugleich:

Eine Vision der Gesundheit

Die Art und Weise, wie über Gesundheit und Krankheit nachgedacht wird, hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Lange Zeit wurde Gesundheit in erster Linie als die Abwesenheit von Krankheit definiert. Positive Gesundheit hat eine breitere Sichtweise. Es geht nicht um Gesundheit als eine statische Tatsache oder ein zu erreichendes Ziel, sondern vielmehr um die Widerstandsfähigkeit der Menschen, sich an alles anzupassen, was das Leben für sie bereithält. Dieser dynamischere Ansatz wird den Menschen und dem, was ihnen wichtig ist, besser gerecht.

Eine Methode

Diese weit gefasste Interpretation von Gesundheit wird in sechs Dimensionen ausgearbeitet, die sich aus der Forschung darüber ergeben haben, was die Menschen selbst unter Gesundheit verstehen. Sie scheinen nicht nur die körperliche Gesundheit für wichtig zu halten, sondern beispielsweise auch Sinnhaftigkeit, Teilhabe und Lebensqualität [1]. Das Spinnennetz beschreibt die sechs Dimensionen und die damit verbundenen Aspekte. Mit Hilfe des Spinnennetzes können die Menschen ihre eigene Gesundheit skizzieren. Es ist auch ein Instrument, das als Auftakt für ein Gespräch über Gesundheit und Wohlbefinden verwendet werden kann.

Die Chaja Stiftung möchte dazu beitragen, dass dieses ganzheitliche Gesundheitskonzept auch im deutschsprachigen Raum mehr Verbreitung und Anwendung findet. Die Positive Gesundheit bietet eine große Chance den Arzt-Patienten-Dialog zu stärken und somit gemeinsam zu einer guten Therapieentscheidung zu finden.

Weiter Informationen zur Positiven Gesundheit finden Sie hier:

[1] Huber, M. (2014). Towards a new, dynamic concept of Health. Its operationalization and use in public health and healthcare, and in evaluating health effects of food.
https://cris.maastrichtuniversity.nl/ws/portalfiles/portal/1486687/guid-ca35cef5-7513-4963-8666-dfed020b66ac-ASSET1.0.pdf

Unterstützung der Polyvagal-Theorie und des Aufbaus einer Polyvagal Gesellschaft in Deutschland und Europa

Die Polyvagal-Theorie wurde erstmalig 1995 von Prof. Dr. Stephen W. Porges veröffentlicht, der als Wissenschaftler am Kinsey Institute (Indiana University) und als Professor für Psychiatrie an der Universität von North Carolina insbesondere den Einfluss des autonomen Nervensystems auf die Regulierung von affektiven Zuständen und Sozialverhalten erforscht. Die Polyvagal-Theorie ermöglicht ein Verständnis der biologischen Systeme, die die Grundlage dafür bilden, dass wir uns sicher und sozial eingebunden fühlen. Insbesondere wird die unbewusste Beziehung zwischen dem autonomen Nervensystem und dem Sozialverhalten erklärt und somit verständlich, warum ein gesundes Sozialverhalten ein reguliertes autonomes Nervensystem voraussetzt.

Ein kurzes Erklärvideo zum Thema Trauma vom Polyvagal Institut in den USA und der Trauma Foundation erklärt sehr anschaulich die Funktionsweisen unseres Autonomen Nervensystem (ANS)

Ketogene Therapie bei Epilepsie

Im September 2016 organisierte die CHARLIE FOUNDATION in Banff (Kanada) das „5. Global Symposium on KETOGENIC THERAPIES: Treating Epilepsy, Brain Cancer, Autism & Cognitive Disorders“ (Bericht). Die ketogene Therapie stützt sich auf die Beobachtung, dass beim Fasten epileptische Anfälle zurückgehen und Epilepsie bei einem Teil der Patienten heilt. Sie ahmt den Stoffwechsel des Fastens unter medizinischer Aufsicht nach, so dass dieser physiologische Zustand lange aufrechterhalten werden kann. www.charliefoundation.org

In Banff trafen wir 2016 den Stifter der CHARLIE FOUNDATION, Jim Abrahams. Wir sagten ihm zu, die deutsche Synchronisation des Spielfilms „Solange es noch Hoffnung gibt“ mit Meryl Streep wieder verfügbar zu machen. Nach vielen Recherchen und Verhandlungen wurde die DVD-Sonderedition im Januar 2020 auf dem Netzwerk-Symposium für ketogene Ernährungstherapie in Frankfurt am Main den teilnehmenden Ärzten und Diätberatern vorgestellt.

Diese DVD ist eine Sonderedition mit einem Interview von Professor Dr. med. Jörg Klepper zur ketogenen Therapie „1997 und heute“. Sie darf bei Bildungsveranstaltungen (nicht gewerblich) gezeigt werden.

Es ist Ziel der CHAJA Stiftung, Patienten zu befähigen und zu motivieren, eine gute Therapieentscheidung im Dialog mit ihrem Arzt zu treffen (EbM-Patientencoach). Das umfassende und verständliche Wissen über Therapien, deren Chancen und Risiken, ist Voraussetzung dafür. Dieser Spielfilm zeigt das sehr eindrücklich aus Patientensicht am Beispiel einer Familie mit einem epilepsiekranken Kind.

Die DVD-Sonderedition „Solange es noch Hoffnung gibt“ mit Meryl Streep kann hier bestellt werden.

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